Pressereise nach Lefkas & Epiros – Einblicke in das ursprüngliche Griechenland. Ein Reisebericht

Bucht von Agios Nikitas auf Lefkas

Bucht von Agios Nikitas auf Lefkas

Die kleine Insel Lefkas befindet sich nur einen Sprung vom Festland entfernt und scheint doch noch weitgehend unbekannt zu sein. Oft werden nur die bekannten Nachbarinseln, wie Korfu oder Zakynthos, erwähnt. Doch die bezaubernde griechische Insel mit ihren 23.000 Einwohnern ist definitiv eine Reise wert und ist sowohl unter dem Namen Lefkas als auch Lefkada bekannt.

Mein Name ist Natalie und ich arbeite bei Rhomberg Reisen als Assistentin für Marketing & IT. Gemeinsam mit 10 Journalisten und unserer örtlichen Reiseleitung konnte ich die Insel Lefkas und das Festland Epiros erkunden.

Reisebericht der Lefkas Reise

Am Samstag den 04.05.2013 ging die Reise nach Griechenland. Von München flogen wir direkt zum kleinen Flughafen Aktio in Preveza. Beim Blick auf die Anzeige wurde die Vorfreude immer größer, denn mit nur 1 Stunde und 30 Minuten wurde die Flugdauer berechnet. Sicher am Boden gelandet, wurden wir herzlich von unserer deutschsprachigen Reiseleiterin Eleana begrüßt. Gemeinsam mit Michalos brachte Sie uns in das Hotel Konaki in Lygia. Der kleine Ort befindet sich an der Ostküste im Norden der Insel Lefkas.

Nach dem Check-In im Hotel spazierten wir noch zur Hafenpromenade von Lygia und genossen das griechische Essen und die angenehmen Temperaturen. Für unsere Verhältnisse schon spät, für griechische genau die richtige Abendessenzeit (22:30 Uhr). Da hörten wir auf einmal Kirchenglocken und Feuerwerks-Kracher. Denn, was fast niemand wusste, an diesem Wochenende fand das wichtigste griechisch-orthodoxe Fest statt – Ostern!

Egremni Beach - Westküste der Ionischen Insel Lefkas

Egremni Beach

Am Sonntag begann unsere Tour um 8:30 Uhr. Wir fuhren entlang der Westküste, um die wunderschönen Strände zu bewundern. Den ersten Stopp legten wir im kleinen Örtchen Agios Nikitas ein, wo wir gemütlich in einer kleinen griechischen Taverne den Strand und das türkisblaue Meer auf uns wirken ließen. Die Busfahrt führte uns vorbei am Kathisma Beach durch das Örtchen Kalamitsi und Chortata bis zum Egremni Beach. Dieser Strand punktet mit der fantastischen Aussicht und dem türkisblauen Meer. Durch seine Lage, am Fuße von 350 Stufen, ist die Bucht sehr ruhig. Nach einem kurzen Aufenthalt und der Erfrischung im Meer ging es die Stufen zurück zum Bus und in das Örtchen Sivota, wo ein herrliches Mittagessen direkt am Meer auf uns wartete. Nach dem treppenreichen, wenn auch lohnenswerten Ab- und Aufstieg hatten sich manche schon ein kühles Mythos-Bier verdient.

Helmut unser Wanderführer auf Lefkas

Wanderführer Helmut

Der Nachmittag stand unter dem Moto „Aktiv“. So fuhren wir zuerst zu einem geschichtsträchtigen Haus in Syvros. Anschließend stand die Wanderung mit Helmut auf dem Programm. Er arbeitet seit ca. 8 Jahre als deutschsprachiger Wanderführer auf Lefkas und hat die Ionische Insel zu seinem Heimatland gemacht. Die normalerweise 2-3 Stündige Wanderung begann im kleinen Bergdörfchen Poros. Doch leider hat das Wetter uns nach einer ¼ Stunde einen Strich durch die Rechnung gezogen. Wir gingen bis zu der Ruine eines Farmhauses, die unter der Herrschaft von Alexander dem Großen erbaut wurde und einem Brunnen, der bis heute den Hirten als Wasserquelle dient. Auf dem Weg zu dieser Ruine gingen wir entlang blühender Ginster und Olivenbäumen sowie der kleinen Kapelle Analipsi. Hier hatten wir auch einen schönen Ausblick auf die vorgelagerten Inseln Ithaka und Kefalonia. Zuflucht vor dem Regen fanden wir in einem typischen „Kafenio“ (traditionelles griechisches Kaffeehaus) in Poros, wo wir uns stärken und angeregt unterhalten konnten. Den Abend ließen wir in einem Restaurant direkt am Strand bei Nidri ausklingen. Von diesem Standpunkt aus konnten wir die Inseln Sparti, Madouri (Insel des Philosophen Aristotelis Valaoritis) und Skorpios (Insel der Onassis-Familie) sehen.

Kloster Faneromeni auf der Insel Lefkas

Kloster Faneromeni

Der griechisch-orthodoxe Ostermontag führte uns zu dem Kloster Faneromeni oberhalb von Lefkas Stadt. Die Feierlichkeiten in der Kirche waren noch voll im Gange, als wir die Umgebung des Klosters mit seinem kleinen Zoo, dem herrlichen Ausblick auf die Stadt Lefkas und den Strand Ai Giannis & Mili betrachteten. Bevor es zurück aufs Festland ging, statteten wir Lefkas-Stadt einen Besuch ab und schlenderten durch die schöne Fußgängerzone.

Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg zum griechischen Festland. Es hieß Abschied nehmen von unserer Reiseleitung Eleana. Begrüßt wurden wir im Bus sogleich von Silvia und Maria, die uns auf der Fahrt nach Parga begleiteten.

Bootausflug vor dem griechischen Festland Epiros - Auf den Spuren der Mythologie

Bootsausflug

Über die Schwenkbrücke nach Preveza und vorbei an der historischen Stadtmauer von Nikopolis ging es auf direktem Wege nach Parga. Nach dem Check-in im Hotel Parga Beach am schönen Valtos Beach, wurden wir zum Mittagessen am Hafen eingeladen. Natürlich mit allen griechischen Köstlichkeiten, wie Griechischer Salat, Ziegenkäse, Moussaka, Tsatsiki etc. Gestärkt ging es nun aufs Boot. Die 2-3 stündige Bootsfahrt zeigte die atemberaubende Landschaft des Epiros von einer ganz anderen Seite. Die Mythen um den Fluss Acheron, der den Eingang zum Hades sein soll, wurde uns bei der Fahrt erklärt. Auch die Tierwelt blieb uns nicht verborgen. So entdeckten wir verschiedenste Vogelneste, Biberratten und Fische. Eindrucksvoll sind vor allem die Felsformationen entlang der Küste. Unser Kapitän wagte sogar den Abstecher in eine kleine Höhle.

alte Treppe vor dem Olivenöl Museum in Parga

Alte Treppe vor Museum

Wieder festen Boden unter den Füßen, ging es nach einer kurzen Pause in das erst 2012 eröffnete Olivenöl-Museum, das mit viel Herzblut von den Besitzern Elias und seiner Frau Athena am alten Platz der alten Olivenöl-Fabrik neu errichtet wurde. Auf zwei Stockwerken wird die Olivenöl-Produktion anschaulich wiedergegeben. Erklärungstafeln auf Englisch liefern die notwendigen Informationen. Auch eine kleine Degustation verschiedener Öle durfte nicht fehlen. Außerdem gibt es einen kleinen Verkaufsraum, wo Olivenöl-Produkte aus eigener Herstellung angeboten werden und wir uns natürlich mit schönen Souvenirs eindecken konnten. Unsere Tour ließen wir bei einem stimmungsvollen Abendessen ausklingen und spazierten über das Castell am Strand zurück in unser Hotel.

Der folgende Vormittag war zur freien Verfügung bevor es zurück zum Flughafen und nach Österreich ging. Wir nutzten die Zeit um selbst auf Erkundungstour in der Umgebung zu gehen oder den Sprung in das bereits angenehme Meer zu wagen.

Für mich persönlich war diese Reise sehr informativ und hat mir neue und vor allem interessante Seiten eines ursprünglichen Griechenlands gezeigt, die man auf den „touristischen“ Inseln in diesem Umfang nicht mehr erleben kann.

Weitere Bilder der Lefkas Reise

Ag. Maria - eine griechisch-orthodoxe Kirche am Fuße des Städchen Parga  Felsformationen auf dem griechischen Festlandtürkisfarbenes Meer - erinnert an die Karibik

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